Dialog-Plattform

Warum gibt es die "Dialog-Plattform" beim SPRINT-T-Projekt?


Die Dialog-Plattform von SPRINT-T ist ein Gremium von externen Beratern, die das Projekt und seinen Fortschritt überwachen und Streitpunkte lösen, die durch verschiedene Perspektiven entstehen können. Dieser Beirat gibt Empfehlungen für die Planung und Durchführung der klinischen Studie, dedizierte Kommunikationsstrategien und versucht zu gewährleisten, dass das Projekt die Bedürfnisse der Patienten und Pflegenden trifft. Themen, die Vorgaben durch das Beratergremium benötigen, können von allen Arbeitspaketen des Projektes eingegeben werden.

Wer ist Mitglied der Dialog-Plattform?

Dieser Beirat besteht aus Freiwilligen aus verschiedenen Ländern, deren Expertise von Patientenerfahrung bis hin zur Datensicherheit reichen. Dies öffnet die Plattform gegenüber einem breiten Spektrum von Blickwinkeln und Erwartungen verschiedener Länder und Kulturen.

Alle Mitglieder des Beratergremiums nehmen entweder als Einzelperson teil oder repräsentieren Organisationen, die unabhängig von den SPRINT-T-Konsortium Organisationen sind. Die Mitglieder der Dialog Plattform werden Interessenvertreter genannt. Diese Interessenvertreter werden gruppiert als 1) Patienten, ihre Vertretung und informelle Pflegende, 2) healthcare providers and scientific experts, 3) Ethiker und 4) Experten oder Beamte für Datensicherheit, -Schutz, -Speicherung und –Verwendung oder Bioinformatiker.


Mitglieder und Aufgaben


Die Dialog-Plattform arbeitet als eine (para-)medizinische, akademische, ethische und Patientenfokussierte Beratergruppe für die Evaluation und Führung aller medizinischen, ethischen, patientenverbundenen und wissenschaftlichen Fragen innerhalb von SPRINT-T. Mitglieder und Organisationen wurden basierend auf ihren europäischen oder nationalen, repräsentativen Netzwerken oder ihrer individuellen Expertise für diese Studie ausgewählt.

Vertreter von offiziellen Gesundheits- oder Verwaltungsautoritäten (Ras), wie z. B der europäischen Medizin Agentur, können der Dialog-Plattform als Diskutanten auf den Themengebieten teilnehmen, die ihren Aufgaben entsprechen. Die Dialog-Plattform basiert auf Zusammenarbeit nach dem Gleichheitsprinzip und dem Einschluss und Respekt vor allen Meinungen (Universelle Erklärung der Menschenrechte). Dies trägt zu einer ethischen Leitung und ausgeglichenen Meinungen über die Forschung von SPRINT-T bei.

Die Hauptaufgabe der Dialog-Plattform ist, die Projekt-Aktivitäten, den Fortschritt und die Ergebnisse in einem offenen Austausch mit dem SPRINT-T-Konsortium zu diskutieren und basierend auf den verschiedenen Sichtweisen die Lebensqualität von älteren Menschen zu verbessern, die an Gebrechlichkeit und Sarkopenie leiden. Außerdem soll die Akzeptanz für die Schlussfolgerungen aus der Studie (d.h. die vorgeschlagenen Interventionen für ältere, physisch gebrechliche Menschen mit Sarkopenie anzuwenden) durch die Gesellschaft und das medizinische Fachpersonal erreicht werden. Eine digitale Diskussionsplattform, Einzelfalldiskussionen und jährliche Treffen aller Konsortiumsmitglieder tragen zu dem Dialog bei.

Mitglieder:

  • Patientenvertretung (Isabel Saraiva, Portugal)
  • Patientenorganisationen-Vertretung (Robert Johnstone, Europäisches Patienten Forum EPF)
  • Patientenorganisationen-Vertretung (Famida Jiwa, Osteoporosis Canada, in Vertretung of the International Osteoporosis Foundation IOF)
  • Patientenvertretung (Dominique Hamerlijnck, The Netherlands)
  • Vertretung pflegender Angehöriger (David Evans, UK)
  • Gesundheitsvorsorge und öffentliche Gesundheit (Lorenzo Terranova, Federsanità-ANCI, Italien)
  • Physiotherapie und Bewegungswissenschaften (Experte, Belgien)
  • Physiotherapie und Bewegungswissenschaften (Martijn Spruit, wissenschaftlicher Berater, CIRO+, Niederlande)
  • Vertretung der Hausärzte (Ferdinando Petrazzuoli, europäisches Allgemeinmedizin-Forschungsnetzwerk EGPRN; Netzwerk innerhalb des WONCA)
  • Vertretung der Hausärzte (Dänische, nationale Hausarzt-Gesellschaft LHV - Gebrechlichkeitsgruppe)
  • Vertretung der Hausärzte (Walter Marrocco, italienische, nationale Hausarzt Vereinigung FIMMG)
  • Hausärzte-Experte (Patrik Midlöv, Lund Universität, Schweden)
  • Gesundheitssystem-Experte (Judy Stenmark, Internationale Osteoporose Stiftung IOF)
  • Wissenschaft- und Gesundheitssystem-Experte (Cyrus Cooper, MRC Lifecourse Epidemiology Unit, Universität von Southampton, Southampton, UK, in Vertretung der internationale Osteoporose Foundation IOF)
  • Wissenschaft- und Gesundheitssystem-Experte (Josep Roca, Pulmonologie, Hospital Clínic de Barcelona, Barcelona, Spanien)
  • Statistik- und Methodologie-Experte (Silvio Cavuto, IRCCS-Arcispedale Santa Maria Nuova, Reggio Emilia, Italien)
  • Forschungs-(Bio-)Ethik- und klinische Pharmakologie-Experte (Pau Ferrer, Borja Institute of Bioethics, Esplugues de Llobregat, Barcelona, Spanien)
  • Forschungsethik-, Endokrinologie und Osteoporose-Experte (Marius Kränzlin, Innere Medizin, Universität Basel, Schweiz)
  • Forschungs-(Bio-)Ethik-Experte (Antonio Spagnolo, Institut für Bioethik, medizinische Fakultät A. Gemelli, Rome, Italien)
  • ICT, Computer-Sicherheit und -Architektur, (Sofoklis Kyriazakos, Fakultät für Maschienenbau und Wissenschaft, Aalborg Universität, Dänemark)
  • Datenschutz-Analytiker (Leila El Hadjam, Frankreich)
  • Datenethik-Experte (Bettina Schmietow, UK)
  • Bioinformatik-Experte (Reinhard Schneider, Luxembourg Zentrum für Systembiomedizin, Universität Luxemburg, Luxemburg)
  • Vertretung der Behörden (Marina Zemskova, FDA, USA)
  • Vertretung der Behörden (Jean-Marc Guettier, FDA, USA)
  • Management-Koordinator (Pim de Boer, EU-Open)
  • Co-Koordination und Unterstützung (Claire Ignaszewski, EU-Open)

Die spezifischen Aufgaben lauten:

  • Entwicklung von Kriterien um Dokumente und Fortschritte aus dem Blickwinkel des Patienten einzuschätzen
  • Überwachung der ethischen und wissenschaftlichen Durchführung der Studien und des Projektes als Ganzes aus verschiedenen Perspektiven (z.B. Vorschläge zur Lösung einer Rekrutierungsverzögerung zu unterbreiten)
  • Überprüfung von Dokumenten (wie Studienprotokolle, Patienteninformationen, Einwilligungserklärungen, Konsensusdefinitionen  der physischen Gebrechlichkeit und Sarkopenie älterer Personen)
  • Beratung bei Problemen und Aufgaben während des Projekts, für die das Konsortium Vorschläge aus verschiedenen Blickwinkeln braucht, einschließlich HTA
  • Beratung für dedizierte Internettexte und Kommunikationsstrategien (z.B. Fachliteraturpläne, Wissensverbreitung in allgemeinverständlicher Sprache und Sichtbarkeit von Webinhalten)
  • Proaktive Beratung zu Fragen bezüglich physischer Gebrechlichkeit und Sarkopenie
  • Zusammenstellung eines abschließenden Reports aller Probleme, die während des Projekts bearbeitet werden mussten inklusive der resultierenden Reaktionen



Unser Konzept basiert auf dem “Dialog-Plattform-Model”  (weblink: http://www.eu-open.it/the-dialogue-platform-model/?lang=en).

Für Fragen zur Dialog-Plattform kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail:pim.deboer@eu-open.it